Edmund Schneider, Grunau, Baby IIB

Das  Baby wurde zu DEM Übungssegelflugzeug der Welt. Es wurde von Edmund Schneider in Grunau/Schlesien entwickelt, als Wolf Hirth dort  Leiter der Segelflugschule war (an der bei ihm Hanna Reitsch das Fliegen lernte!).

Schneider und Hirth waren eng verbunden. Schneider baute Schulgleiter, z.B. die ESG Grunau 9, den Schädelspalter (weil eine Strebe vom vorderen Tragflügel vor dem Kopfv des Flugzeugführers zum Rumpfboden verlief). Edmund Schneider baute auch für Wolf Hirth dessen Moazagotl, ein abgestrebter Hochleistungssegler mit Knickflügel (Mövenflügel), benannt nach einer immer wiederkehrenden Wolke über dem Riesengebirge.

Das Baby I (ESG 31) von 1931 hatte Erfolg, es wurde bald überarbeitet und zum Baby II (Winter 1931/32). Als dann noch die Cockpithaube abnehmbar gemacht wurde (1934), wurde es zum Baby IIA,  nach Vergrößerung der Querruder und Einbau von Schempp-Hirth Sturzflugbremsen 1936 zum Baby IIB.

(Quelle: Lemke, Frank.Dieter; Segelflugzeugbau in der DDR)

Das Baby  wurde in großen Stückzahlen industriell und in Vereinsarbeit gebaut. Nachbauten gab es – mit und ohne Lizenz – in großer Zahl: In Frankreich bei Nord, in GB bei Slingsby, In der Tschechoslowakei bei Zlin und nach dem Kriege in der DDR bei einigen VEBs. Auch in Westdeutschland wurde es – meist von Vereinen - wieder gebaut. In Serie dann bei Schleicher /Rhön als Baby III (etwas höherer Rumpf). Die genaue Zahl der gebauten Exemplare ist nicht bekannt, es sollen gute 5000 gewesen sein.

Wir haben eine österreichische Version im Museum hängen (Höhenleitwerk abgerundet).

Das Baby IIB diente also allen politischen Systemen als Lehr- und Spaßobjekt. Was ihre Benutzer einte, war die Freude am Fliegen.  Generationen junger Segel-flieger lernten auf diesem Fluzgeug das Fliegen bis hin zum Leistungssegelflug. Es dürfte eines der bekanntesten Flugzeuge geworden sein. So mancher Flieger erflog mit dem Baby sein Leistungsab-zeichen, die Silber-C.

Heute fliegen noch Einige im Lande, sogar auf der Düne -  des heute russischen – Rossiten/Ostpreußen flog kürzlich wieder ein Baby IIB, und auch auf der Wasserkuppe hat man eines im Betrieb.

Technische Daten:

Spannweite 13,57 m, Länge 6,09 m, Flügelfläche 14,20 m², Rüstmasse 160 kg, Zuladung 90 kg, Abflugmasse 250 kg,

Flächenbelastung 17,60 kg/m², Höchst- Geschwindigkeit 150 km/h, Gleitzahl 17.        Baby IIB (Österreich ) im Laatzener Museum

Edmund Schneider, Grunau, Baby IIB

Das  Baby wurde zu DEM Übungssegelflugzeug der Welt. Es wurde von Edmund Schneider in Grunau/Schlesien entwickelt, als Wolf Hirth dort  Leiter der Segelflugschule war (an der bei ihm Hanna Reitsch das Fliegen lernte!).

Schneider und Hirth waren eng verbunden. Schneider baute Schulgleiter, z.B. die ESG Grunau 9, den Schädelspalter (weil eine Strebe vom vorderen Tragflügel vor dem Kopfv des Flugzeugführers zum Rumpfboden verlief). Edmund Schneider baute auch für Wolf Hirth dessen Moazagotl, ein abgestrebter Hochleistungssegler mit Knickflügel (Mövenflügel), benannt nach einer immer wiederkehrende Wolke über dem Riesengebirge.

Das Baby I (ESG 31) von 1931 hatte Erfolg, es wurde bald überarbeitet und zum Baby II (Winter 1931/32). Als dann noch die Cockpithaube abnehmbar gemacht wurde (1934), wurde es zum Baby IIA,  nach Vergrößerung der Querruder und Einbau von Schempp-Hirth Sturzflugbremsen 1936 zum Baby IIB.

graunau 1

(Quelle: Lemke, Frank.Dieter; Segelflugzeugbau in der DDR)

Das Baby  wurde in großen Stückzahlen industriell und in Vereinsarbeit gebaut. Nachbauten gab es – mit und ohne Lizenz – in großer Zahl: In Frankreich bei Nord, in GB bei Slingsby, In der Tsche

graunau 2

choslowakei bei Zlin und nach dem Kriege in der DDR bei einigen VEBs. Auch in Westdeutschland wurde es – meist von Vereinen - wieder gebaut. In Serie dann bei Schleicher /Rhön als Baby III (etwas höherer Rumpf). Die genaue Zahl der gebauten Exemplare ist nicht bekannt, es sollen gute 5000 gewesen sein.

Wir haben eine österreichische Version im Museum hängen (Höhenleitwerk abgerundet).

Das Baby IIB diente also allen politischen Systemen als Lehr- und Spaßobjekt. Was ihre Benutzer einte, war die Freude am Fliegen.  Generationen junger Segel-flieger lernten auf diesem Fluzgeug das Fliegen bis hin zum Leistungssegelflug. Es dürfte eines der bekanntesten Flugzeuge geworden sein. So mancher Flieger erflog mit dem Baby sein Leistungsab-zeichen, die Silber-C.

Heute fliegen noch Einige im Lande, sogar auf der Düne -  des heute russischen – Rossiten/Ostpreußen flog kürzlich wieder ein Baby IIB, und auch auf der Wasserkuppe hat man eines im Betrieb.

Technische Daten:

Spannweite 13,57 m, Länge 6,09 m, Flügelfläche 14,20 m², Rüstmasse 160 kg, Zuladung 90 kg, Abflugmasse 250 kg,

Flächenbelastung 17,60 kg/m², Höchst- Geschwindigkeit 150 km/h, Gleitzahl 17.     

 

KontaktzumMuseum3

Suchen