Focke-Wulf Fw 44 Stieglitz

Der Stieglitz war das erste Werk vom Konstrukteur Kurt Tank, der Via Rohrbach und Albatros zu Focke-Wulf kam und  1932 Technischer Direktor dort wurde. Mit der Zeiten-wende 1933 sorgte er für den „richtigen Geist“ im Werk und verbannte den Firmengründer Henrich Focke aus seinem eigenen Werk. Der widmete sich dann dem Bau von Hubschraubern, doch das ist eine andere Geschic

stieglitz

hte, sollte man aber wissen.

Der Stieglitz war ein verspannter Doppeldecker, der voll kunstflugtauglich war, gedacht für die Anfangsschulung und Kunstflugtraining. Er wurde neben der späteren  Fw 190, dem Jäger mit luftgekühltem Sternmotor, das am meisten gebaute Focke-Wulf-Flugzeug.

Sein Erstflug fand im späten Sommer 1932 statt. Es bedurfte einiger Änderungen am Flugwerk, um die Flugeigenschaften zu verbessern. Dann wurde sie schnell bekannt und beliebt, zumal das Aufrüstungsprogramm des NS-Regimes mit (noch heimlicher) Deutscher Luftwaffe, große Mengen solcher Maschinen erforderte. Die direkte Konkurrenz zu ihr war die Heinkel He 72 Kadett, die aber nie auf deren Stückzahlen kam.

Im zivilen Bereich wurde sie berühmt z.B. durch die Kunstflugpiloten Graf Hagenburg und Gerhard Achgelis.  Das führte zu  Exportaufträgen und Lizenzen, so in Argentinien, Brasilien, Bulgarien Österreich und Schweden. Viele kamen zur finnischen Luftwaffe. Diese und die schwedischen Fw 44 bildeten nach dem Kriege den Grundstock für die heute wieder zahlreiche Stieglitz-Flotte in Deutschland. Auch unser Stieglitz in Laatzen kommt aus Finnland.

Technische Daten:

Spannweite 9,00 m, Länge 7,30 m, Höhe 2,70 m, Flügelfläche 20,00 m²,  Start-masse 900 kg, Triebwerk Siemens luftgekühlter 7-Zylinder Sternmotor Sh 14A mit 112 kW /  152 PS, V/max 184 km, Reichweite 675 km, Dienstgipfelhöhe 3900 m, Besatzung 2
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