Schempp-Hirth Gö 1 Wolf.

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Nachdem Wolf Hirt 1931 aus den USA, wo er den Segelflug bekannt gemacht hatte, nach Deutschland zurückgekehrt war, wurde er Leiter der Segelflugschule in Grunau/Schlesien, am Rande des Riesengebirges. Dort lernte z.B. Hanna Reitsch bei ihm das Fliegen.

Gleichzeitig war dort die Firma Edmund Schneider, die z.B. den Schädelspalter (Grunau  ESG 9) Übungs-Einsitzer und dann bald das Grunau Baby entwickelte, was dann zum Welterfolg wurde. Wolf Hirth gab aus Reklamegründen für Schneider seinen Namen als Entwickler für das Baby her, was aber gar nicht der Fall war. Schneider baute dann für Hirth die Grunau ESG 8, die berühmte Moazagotl (s. bei der Gö 3 Minimoa).

Als Martin Schempp dann Mitte der 30er Jahre ebenfalls aus den USA zurück kam, gründeten er und Hirth eine gemeinsame Firma für den Sportflugzeugbau  Göppingen, die zuerst von Schempp allein geführt wurde. Die Maschinen dieser Firma hießen Göppingen, abgekürzt .  Heute ist diese inzwischen weltberühmte Firma immer noch führend im Segelflugzeugbau, das Kürzel heute lautet SH.

Die Gö 1 Wolf wurde von den Konstrukteuren Wolf Hirth und Reinhold Seeger als Übungssegler in Konkurrenz zum Grunau Baby entwickelt und hatte einen ähnlichen Aufbau: Ein abgestrebter Hochdecker in Holzbauweise mit Stoffbespannung. Hier hatte

in der Landekufe bereits ein fest eingebautes Rad, während das Baby sogar in Nachkriegsversionen ein auf die Kufe steckbares Kullerchen zum Bewegen benötigte. Es gab sogar eine Kunstflugversion von der Gö 1. Das Leistungsspektrum entsprach im Groben dem Baby IIb. Rund 100 Maschinen wurden bis 1939 verkauft, mit Kriegsbeginn wurde die Produktion eingestellt.

goe1Technische Daten Gö 1 Wolf

Spannweite 14,00 m, Länge 9,30 m, Höhe 1,40 m, Flügelfläche 14,5 m², Flügelstreckung 13,5, Flächenbelastung 14,60 kg/m², Gleitzahl 17 bei 60 km/h, geringstes Sinken 0,95 m/s bei 45 km/h, Leermasse 145 kg, Besatzung 1.

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