Fieseler F 5, F 5 R

fi5

 

Gerhard Fieseler war im Weltkrieg bei Preußens Jagdflieger in Mazedonien gewesen, war erfolgreich und hatte die später sog. Schräge Musik (Schrägbewaffnung  mit ca. 65°, im Rumpf nach oben schießend untergebracht) erfunden, was in Vergessenheit geriet.

Dann kam eine große "Versailles-Pause", bis er bei Raab-Katzenstein in Kassel als Einflieger und Teilhaber Mitte der 20 Jahre einstieg. Das ging aber nicht lange gut, es endete mit Raab in einer lebenslangen Fehde, aber das ist eine andere Geschichte.

1930 übernahm Fieseler den Segelflugzeugbau Kassel von Max Kegel. Sein Ziel war es, moderne Sportflugzeuge zu bauen. Das Geld dafür hatte er sich "erflogen" in einer Kunstfliegerkarriere, die eine Geschichte für sich ist.

Die 1933 fertig entwickelte F5 war aus einer Reihe von Vorgängern hervorgegangen und verkörperte einen neuen Flugzeugbau: Den in Gemischtbauweise mit Holzflächen und  verschweißtem Stahlrohrumpf ausgestatteten verspannungslosen Tiefdecker mit aerodynamisch sauber verkleidetem Fahrwerk, wie später z.B. auch die dänischen KZ oder Miles aus UK. Die Tragflächen waren zwecks leichterer Hangarierung anklappbar, sie hatte Landeklappen.

Diese Maschine soll fantastische Flugeigenschaften gehabt haben und würde erst mit einem 60 PS Hirth-Motor ausgerüstet, später mit einem solchen von 80 PS. Das Problem für Fieseler war die Finanzierung der Produktion: Er wollte unbedingt unabhängig bleiben

und hatte viele Aufträge. Mit vermehrten Kunstflugveranstaltungen und durch hohe Anzahlungen auf 25 bestellte F 5 kam das Geld herein, und Fieseler konnte eine moderne Serienfertigung aufbauen und liefern. Das war der Start des später weltberühmten Werkes. Er gehörte jetzt zur deutschen Luftfahrtindustrie.

Die F 5 wurden gelobt und gern geflogen. Es wurden 51 Maschinen gebaut, eine soll in der Schweiz erhalten geblieben sein.

Technische Daten F 5 R:fi5 1

Spannweite 10,00 m. Länge 6,60 m,  Breite mit angeklappten Fächen 2,70 m, Höhe 2,30 m,  Flügelfläche 13,60 m², Nutzlast 265 kg, Nutzlast 395 kg,  Startmasse 660 kg, v/Reise 175 km/h, v/max 200 km/h, v/lande 60 km/h Dienstgipfelhöhe 4200m, Reichweite um 1000 km Triebwerk 1x Hirth HM 60 R mit 59 kW/80 PS Leistung, Besatzung 1+1

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