BristolM1c1916 machte man sich auch im UK Gedanken, wie man der „Fokkerplage“ mit den Fokker E-Jägern der preußischen Luftstreitkräfte durch ein neues, wendiges Einsitzer-Jagdflugzeug fertig werden wollte. Wir erinnern uns, dass 1915/16 wenige Fokker Einsitzer es für eine lange Zeit schafften, kein alliiertes Flugzeug über die deutschen Linien zu lassen. Das lag nicht nur an den Maschinen, die mit dem MGs durch den Propellerkreis schossen, sondern auch an den Pionieren Boelcke, Immelmann und v. a., die neue Taktiken erfanden und umsetzten.

Der Konstrukteur Barnwell der britischen Firma Bristol  baute (Vorbild ebenfalls offensichtlich die ähnlichen französischen Moranes!) einen Eindecker mit Spannturm und entsprechender Verspannung, angetrieben von einem luftgekühlten Umlauf-Sternmotor der Firma Clerget  von zunächst 110 - , später 130 PS. Der Motor war mit einer ringförmigen Ummantlung umgeben, ein Spinner (Propellerhaube) war auf der Propellernabe angebracht. Am rechten oberen Holm der Tragfläche war ein 7,7 mm Vickers MG eingebaut.

Bereits 1916 waren die ersten beiden Maschinen fertig und wurden erprobt. Dabei fand man eine als zu hoch angesehene Landegeschwindigkeit von 79 km/h (!!!), so dass man auf einen Einsatz auf Frankreichs Feldflugplätzen verzichtete.

Neben den beiden Prototypen sollen 125 Maschinen gebaut worden sein, von denen sieben 1917 nach Chile exportiert wurden. Die Übrigen dienten bei verschiedenen Ein

BristolM1cS

heiten, über militärische Erfolge ist nichts bekannt geworden.

Eine der ehemaligen Chile-Maschinen flog nach 1920 bei  Luftrennen in Australien.

Technische Daten:

Spannweite 9,37 m, Länge 6,24 m, Höhe 2,37 m, Flügelfläche 13,47 m², Leergewicht 406 kg, max. Startgewicht 611 kg
Triebwerk: 1 x 82 kW / 110 PS Le Rhone 9-Zyl. luftgekühlter Umlauf-Sternmotor
Höchstgeschwindigkeit 209 km/h, Dienstgipfelhöhe 6,1 km, Flugdauer 1:45 h.

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