Focke WulfFw200KA 1 Condor vFocke-Wulf Fw 200 Condor  in Dänemark

1938 kaufte die dänische Fluggesellschaft DDL (Det Danske Luftfartselkab) zwei Fw 200 A als erste ausländische Gesellschaft, gefolgt von der brasilanischen „Syndicato Condor“ mit ebenfalls 2 Maschinen.

Wir erinnern uns: Bereits 1934 flogen neben der Boeing 247 (12 Passagiere) mit den Douglas DC-2 (14 Passagiere) bereits 2 zweimotorige Glattblech-Airliner mit Einziehfahrwerk und Verstell-propellern im US.Linienverkehr, die der dreimotorigen  deutschen Ju 52  mit Wellblechhaut und festem Fahrwerk  bereits in allen  Leistungen deutlich überlegen waren.

Als nun die Kunde von der bald einsetzbaren DC-3, einer deutlich größeren Weiterentwicklung der DC-2 mit jetzt 24 Passagieren, nach Deutschland gelangte, musste die Lufthansa reagieren, um Vergleichbares zu besorgen.

Anfang 1936 kamen erste Kontakte mit Leuten der DLH und der Firma Focke-Wulf (Kurt Tank) zustande, bei denen Tank ein 4-mot. Passagierflugzeug mit vergleichbaren Leistungen und für 28 Passagiere vorschlug, das auch weite Strecken zurücklegen konnte. Es sollte auch noch sparsamer werden als die inzwischen allgegenwärtige Ju 52.

Nach einem Jahr war die Maschine fertig und flog mit 4 x BMW luftgekühlten Hornets 9-Zyl Sternmotoren (wie die Ju 52) in Lizenz von Pratt & Whitney – aber metrisch). Die Maschine war gelungen und flog Rekorde und dann sogar Nonstop von Berlin nach New York über den Atlantik und bewies damit, dass man mit Landflugzeugen Ozeane überwinden konnte.

Die Dänen waren zufrieden und flogen damit regelmäßig im Linienverkehr durch Europa.

Kennungen: OY – DEM (ex  D – ADHR  Saarland)  Jutlandia und OY – DAM Dania (Neubau). Dann kam der Krieg, und die zivile Zeit der Condor neigte sich fast dem Ende zu. Die Dänen als Neutrale flogen weiter. Als Dänemark 1940 vom Reich besetzt wurde, beschlagnahmten die Briten die OY – DAM „DANIA“ in GB und ließen sie als „Beute“ bei der BOAC weiterfliegen. Sie wurde nach einem Landeunfall 1942 verschrottet.

Nach dem Kriege entschädigten die Briten  die DDL mit einer erbeuteten deutschen Condor, der ex                   D – ASVX Thüringen , die aber von Kopenhagen aus nie mehr eingesetzt wurdeSogar noch eine weitere sollten die Dänen 1946 bekommen, die Fw 200 C-U/U1 aus Farnborough, aber deren Zustand erwies sich als so mitgenommen, dass man den Flug über die Nordsee nicht antrat.

Die verbliebene  OY – DEM  JUTLANDIA flog bis 1945 unter dänischer Regie durch Mitteleuropa von Kopenhagen  nach Wien, Berlin Malmö und München. Zunächst trug sie den Anstrich des Modells, dann die Zusatzaufschrift DANMARK und wurde dann oranger-rot (s. Abb.)Focke WulfFw200KA 1 Condor s

Technische Daten Fw 200 A:

Viermotoriges Verkehrsflugzeug für 28 Passagiere und 4 Besatzungsmitglieder
Spannweite 32,84 m, Länge 23,85 m. Höhe 6,00 m, Flügelfläche 118 m²
Rüstgewicht 9200 kg, Startgewicht 14000 kg,
Reisegeschwindigkeit 355 km/h in 1000 m, Höchstgeschwindigkeit 375 km/h
Flugdauer 4 h, Reichweite 1250 km, Dienstgipfelhöhe 6100 m
Triebwerke: 4 x BMW 132 G mit 537 kW/ 720 PS luftgekühlte 9-Zyl Sternmotoren (Weiterentwicklungen des P & W Hornet)

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