Verfasst von K.-D. Hoppe am 25. November 2016 - 16:43

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Die Firma FIAT aus Italien verfügte über eine lange Luftfahrttradition. Sie ist inzwischen über Alenia aufgegangen im Leonardo-Konzern zusammen mit Aermacchi.

Anfang der 30er Jahre überarbeitete der Konstrukteur Rosatelli seinen Doppeldecker Cr. 30, den er deutlich wendiger und leistungsfähiger machen wollte. Es war die Zeit der Doppeldeckerjäger in Gemischtbauweise, obwohl am technischen Horizont bereits der Eindecker in Metall-Halbschalen-bauweise erschien.

Die Abmessungen wurden etwas größer, es fand eine bessere Lastenverteilung durch Tanks usf. statt. Es entstand so eine Maschine mit unglaublicher Wendigkeit. Die italienische Luftwaffe bestellte eine größere Anzahl davon und war sehr zufrieden. Exporte gingen nach Österreich die nach dem Anschluss an das Deutsche Reich bei der Luftwaffe landeten.

Das große italienische Hilfskorps (Aviazone Legionaria) für General Franco im spanischen Bürgerkrieg wurde damit ausgerüstet, von denen später einige von der Franco-Luftwaffe übernommen wurden.

Hier trafen sie auf die aus sowjetischer Produktion stammenden Polikarpow I-15„Tschaika“ („Curtiss-Jäger“) und bald auf den hochmodernen Ganzmetall-Halbschalenjäger Polikarpow I-16 Mosca („Rata“).

Die waren dem Fiat Jäger ebenbürtig respektive sogar überlegen. So ging dann auch in Spanien die Zeit der FIAT Cr.32 zu Ende.

Nebenbei: Für uns heute unverständlich ist, dass diesem Typ ein weitere Doppeldecker folgte, die FIAT Cr.42– der Gloster Gladiator in GB entsprechend -, als in Deutschland bereits die Bf 109 flogen. Aber das ist eine andere Geschichte.

Technische Daten:

Spannweite 9,50 m, Länge 7,45 m, Höhe 2,63 m, Tragflügelfläche 23,10 m² Höchstgeschwindigkeit 375 km/h in 3 km, Dienstgipfelhöhe 8,8 km, Reichweite 680 km Rüstgewicht 1325 kg, Startgewicht 1850 kg Bewaffnung; 2 synchronisierte 7,7 mm Breda-Safat MG Triebwerk; 1 stehender flüssigkeitsgekühlter 12-Zylinder-V-Motor FIAT A.30 RA mit 447 kW/660 PS.