Bristol M.1, Jagdeindecker

Bristol M1c 11916 baute die britische Firma Bristol auf eigenes Risiko einen neuen Jagdeindecker als Einsitzer. Neu war der vorn eingebaute Motor mit Zugpropeller, während die bisherigen britischen Jagdflugzeuge alles welche mit Druckpropeller und Gitterrumpf waren. Der Erfolg der deutschen Fokker-Eindecker bestärkte

zusätzlich das neue Konzept.

Die neue Maschine flog erstmals im Juli 1916. Das Kriegsministerium übernahm die Maschine und erprobte sie. Und sie war tatsächlich besser als die deutschen Fokker E oder die französischen Morane-Eindecker. Schwierig allerdings war die Sicht nach unten, insbesondere bei der Landung.

Die Regierung bestellte 4 weiter Maschinen und machte damit eine Truppenerprobung. Die große Liebe der Piloten wurde die Bristol allerdings nicht, man glaubte an die Überlegenheit der Doppeldecker, möglicherweise herrührend von schlechten Erfahrungen des RFC mit den französischen Moranes.

Insgesamt wurde 1917 125 MIC gebaut. Sie landeten allerdings in Flugschulen oder im Kampf gegen die Türken in Mesopotamien (Palästina). 12 überlebende Maschinen wurden nach dem Krieg an Chile verkauft. mit einer dieser Bristol wurden im Dezember 1918 (Sommer in Chile!) erstmals die Anden überflogen.BristolM1c

Technische Daten:

Länge 6,24 m, Spannweite 9,37 m, Flügelfläche 13,60 m², Höhe 2,37 m, Triebwerk: 1 x Le Rhone 9J Umlaufmotor mit 110 PS/82 kW, v/max 209 km/h, max. Flugdauer 1,45 h, Dienstgipfelhöhe 6096 m, Leermasse 409 kg, Startmasse 611 kg, Besatzung 1, Bewaffnung 1 x 7,7 mm Vickers MG, synchronisieret durch den Propellerkreis feuernd.

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