heinkel004Heinkel He 112 B

Mit Beginn der Wiederaufrüstung (geheim Ende der 20 bis Anfang 30er Jahre, Offen ab 1935) stellte die neue Luftwaffe des Reiches fest, dass die bisherigen Doppeldeckertypen Arado Ar 65, Heinkel He 51 und Arado Ar 68 der technischen Entwicklung hinterher hinkten und durch modernere, leistungsfähigere Jäger ersetzt werden mussten. Der Zwischenschritt - strömlinienförmiger Eindecker mit festem Fahrwerk-  sollte übersprungen werden, obwohl ein solcher Typ als Arado Ar 80 sich mit im folgenden Wettbewerb der Firmen befand. Man wollte schnell besser als die zukünftigen möglichen Gegner werden.

Die Forderung war: Ganzmetall-Eindecker im Halbschalenbau, stromlinienförmige Geometrie, Einziehfahrwerk und Verstellpropeller und - wegen der höheren Start- und Landgeschwindigkeiten -effektive Landehilfen.

4 Firmen wurden aufgefordert: Heinkel, Messerschmitt (Bayrische Flugzeugwerke/BFW), die besagte Arado und Focke-Wulf. Letztere bot die Fw 159 an, ein "Stösser" aus Blech mit Tragflächenstreben und hochkompliziertem Einziehmechanismus des Fahrwerks.heinkel005

Letztendlich blieben 2 Typen im Wettbewerb übrig, die Bf 109 B (Messerschmitt) und die Heinkel 112 A. Die bekam von den Brüdern Günther die elliptische Tragflächenform der He 70, die später von der britischen Spitfire mit großem Erfolg übernommen wurde.

Die erste Ausführung der 112 war sehr kompliziert gebaut und sehr schwer und war der Bf 109 deutlich unterlegen. In der Herstellung wäre sie deutlich teurer geworden. Also wurde sie überarbeitet und wurde ein sehr elegantes Flugzeug. Als sie dann endlich serienreif wurde, war die Großserienproduktion des Wettbewerbsiegers, der Bf 109 B, bereits angelaufen.

Um es kurz zu machen; die 109 hatte gesiegt, die 112 war zwar gut, aber aus Stansardisierungsgründen kam sie für die Luftwaffe nicht infrage. Allerdings durfte eine kleine Serienproduktion für den Export aufgelegt werden. Sie gingen nach Spanien, Ungarn  und  Rumänien, Holland war sehr interessiert, aber man hatte dort andere Pläne. Eine gelangte nach Japan. In Spanien kam sie noch kurz im Bürgerkrieg zum Einsatz und danach in Spanisch Marokko, Rumänien setzte sie gegen die Sowjet-Union ein.

Technische Daten:

Spannweite 9,10 m, Länge 9,30 m, Höhe 3,80 m. Leermasse 1620 kg, Rüstmasse  1848 kg, Startgewicht (MTOW) 2250 kg. Motor: 1 x hängender V-12-Reihenmotor Junkers Jumo 210 G mit 700 PS / 532 kW. V/max in 4700 m 510 km/h, v/reise 400 km/h, Gipfelhöhe 9500 m, optimale Reichweite 1150 km.

heinkel001 

Oben links im Bild in 1:48 die He 112 B in unserer Schnellflugabteilung neben He 70 und Supermerine Spitfire, rechts die Dreiseitenansicht.

heinkel002
Hier die gleiche Situation aus einer anderen Blickrichtung, alle Modelle in 1:48

heinkel003

Die He 112 B im Maßstab 1./72 in der Mo-dellausstellung

KontaktzumMuseum3